Steuererklärung | Pauschalen mit Sparpotenzial2019-07-15T10:13:33+02:00

Steuererklärung | Pauschalen im Überblick

Steuererklärung - Pauschalen im Überblick

Als Steuerzahler können Sie in Ihrer Steuererklärung Pauschalen nutzen, die Ihre Steuerlast teilweise beträchtlich reduzieren. Die Pauschalen sind im steuerrechtlichen Sinne festgelegte Beträge, die sich in den meisten Fällen ohne Nachweis von der Steuer absetzen lassen. Dieses Vorgehen soll vor allem die Finanzämter entlasten, die längst nicht jede Steuererklärung gründlich prüfen können. Auch Sie können sich so in vielen Bereichen lästiges Sammeln von Quittungen und Belegen ersparen.

Arbeitnehmerpauschale:

Wenn Ihre Werbungskosten 1.000 € nicht übersteigen, brauchen Sie keine Belege und Nachweise anhäufen. In dem Fall können Sie einfach den Arbeitnehmerpauschalbetrag steuerlich geltend machen. So ersparen Sie sich selbst und dem Finanzamt viel Mühe. Wenn Sie jedoch nachweislich höhere Kosten haben, lohnt sich das genaue Aufführen der Werbungskosten.

Pendlerpauschale:

Pendler können sich die Aufwendungen für den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz als Werbungskosten anrechnen lassen. Die Pauschale liegt hier bei 0,30 € pro Kilometer. Dabei ist es egal, ob Sie zu Fuß, mit dem öffentlichen Nahverkehr oder mit dem Auto den Weg zur Arbeit zurücklegen. Die Angabe in der Steuererklärung lohnt bei dieser Pauschale bereits ab 15 km täglich. Angenommen Sie pendeln auf dieser Strecke an 230 Arbeitstagen, dann übersteigen Ihre Aufwendungen den Arbeitnehmerpauschalbetrag von 1.000 €. Geben Sie diese Kosten in der Steuererklärung an, verringert sich Ihre Steuerlast erheblich.

Arbeitsmittelpauschale:

Als Arbeitsmittel gilt allgemein jeder Gegenstand, der überwiegend für Arbeitszwecke genutzt wird und vom Arbeitgeber nicht gestellt wird. Die Palette reicht vom Tablet über den Druckertoner bis hin zur berufstypischen Arbeitskleidung. Der Fiskus erkennt den Betrag von 110 € jährlich ohne Einzelnachweise pauschal an. Falls Sie mehr ausgegeben haben, lohnt sich das Aufheben von Quittungen und Belegen.

Kontoführungsgebühren:

Ohne einen Nachweis zu erbringen, können Sie pauschal 16 € pro Jahr von der Steuer absetzen.

Telefon:

Nutzen Sie Ihr privates Telefon auch beruflich, lassen sich 20 % der Rechnung steuerlich geltend machen. Maximal kann jedoch nur der Betrag von 20 € im Monat angerechnet werden.

Umzugskosten:

Sind Sie aus beruflichen Gründen umgezogen, können Sie entweder Aufwendungen einzeln belegen oder die Umzugskostenpauschale angeben. Für Ledige beträgt diese 764 €. Verheiratete Paare können 1.528 € steuerlich absetzen. Pro Kind oder einem sonstigen Angehörigen setzt der Gesetzgeber einen Betrag von 337 € an.

Verpflegungsmehraufwand:

Wenn Sie auf Dienstreise waren, können Sie die entstandenen Mehrkosten steuerlich absetzen. Pro An- und Abreisetag können 12 €, pro Aufenthaltstag sogar 24 € pauschal angegeben werden. Hier können Sie sich das Sammeln von Belegen sparen, da es gesetzlich nicht möglich ist, Verpflegungsausgaben einzeln nachzuweisen.

Pflegepauschalbetrag:

Pflegen Sie Angehörige, können Sie von vom Pflegepauschalbetrag Gebrauch machen. Dieser ist vom Gesetzgeber auf 924 € jährlich festgesetzt. Dafür müssen Sie mindestens zehn Prozent der Pflegetätigkeit ausführen und der Angehörige in Pflegestufe 3 eingeordnet sein.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende:

Sind Sie als Elternteil alleinerziehend, beträgt der Entlastungsbetrag pauschal 1.308 €. Wenn Sie sich in Steuerklasse 2 befinden, wird diese Summe automatisch geltend gemacht.

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Vorteile von Pauschalen

  • Verringert Steuerlast

  • Erhöht Steuergerechtigkeit

  • Unterstützt Alleinerziehende

  • Entlastet Pflegebedürftige

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