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Regallager

Omnichannel-Lagerbestände synchronisieren

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Vermeidung von Lagerengpässen

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Omnichannel-Lagerverwaltung systematisch aufsetzen. Vermeiden Sie mit unseren Tipps Überverkäufe, Fehlbestände und manuelle Korrekturen. Profitieren Sie als Handelsunternehmen oder als E-Commerce-Shop von einer konsistenteren Bestandsführung. Nutzen Sie dafür einen ERP-zentrierten Ansatz. Steuern Sie Ihre Lagerbestände nicht mehr nur aus Shops oder Marktplätzen heraus.

Lernen Sie die Grundlagen der zentralen Bestandsführung kennen und welche typischen Ursachen zu Out-of-Stock-Situationen führen. Ziel dieses Ratgebers ist es, Ihnen eine Entscheidungs- und Umsetzungshilfe für den Aufbau und die Automatisierung Ihrer Omnichannel-Prozesse zu liefern. Darüber hinaus erhalten Sie eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Synchronisation Ihrer Omnichannel-Lagerbestände in Xentral ERP.

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Xentral ERP

  • Modular aufgebaute ERP Software
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Wie optimiert eine ERP-gestützte Omnichannel-Lagerverwaltung die Echtzeit-Bestandsaktualisierung und Synchronisation über alle Kanäle?

Die Omnichannel-Lagerverwaltung stellt eine zentrale Steuerung und Synchronisation von Lagerbeständen über alle Verkaufs- und Absatzkanäle hinweg dar. Sie erfolgt idealweise mit der Unterstützung eines ERP-Systems. Die zentrale Bestandsführung stellt sicher, dass jede Warenbewegung unmittelbar systemweit verbucht und an alle Kanäle kommuniziert wird. Dabei werden verschiedene Bestandsarten klar getrennt. Der physische Bestand beschreibt die tatsächlich vorhandene Menge im Lager. Der reservierte Bestand umfasst Einheiten, die bereits offenen Aufträgen zugeordnet sind und nicht mehr frei verfügbar sind. Verkaufbare Bestände ergeben sich aus der rechnerischen Verfügbarkeit, bei der physische Mengen um Reservierungen, Sicherheitsbestände und weitere Abzüge korrigiert werden.

Ein System wie Xentral ERP schafft diese Transparenz durch die zentrale Verbuchung aller Lagerbewegungen. Darauf folgt eine unmittelbare, ereignisbasierte Bestandsaktualisierung der angebundenen Kanäle. Für weniger dynamische Informationen (z. B. Preisänderungen oder ergänzende Artikel-Stammdaten) kann eine Intervall-Synchronisation gewählt werden. Das schont Systemressourcen.

Wie sorgt ein ERP-zentriertes Lagerarchitekturmodell für konsistente Bestandsführung?

Ein ERP-zentriertes Lagerarchitekturmodell verhindert widersprüchliche Verfügbarkeitsinformationen, die bei kanalgetriebener Bestandsführung entstehen. Xentral ERP nutzt diese Architektur und verbucht alle Lagerbewegungen zentral. Kanäle agieren als reine Verbraucher dieser Informationen. Die Stammdaten des Systems definieren Artikel, Lagerorte und Einheiten. Seine Bewegungsdaten erfassen Wareneingänge, Umlagerungen, Reservierungen und Ausbuchungen. Diese Transaktionslogik gewährleistet eindeutige, nachvollziehbare und konsistente Bestandsverarbeitung.

Multi-Lager-Fähigkeit ermöglicht die gleichzeitige Verwaltung von Zentrallagern, Filiallagern und Fulfillment-Standorten ohne separate Datenmodelle. Skalierung erfolgt damit über zusätzliche Lagerorte, nicht über neue Systemlogiken. Pseudolagerzahlen bilden virtuelle Bestände ab und regeln die Verfügbarkeit, ohne den physischen Bestand zu verändern. Der Lagerkorrekturwert dient dazu, Abweichungen zwischen rechnerischer und tatsächlicher Verfügbarkeit kontrolliert zu berücksichtigen. Im Zusammenspiel verhindern diese Mechanismen Lagerengpässe systematisch, statt sie nachträglich zu beheben.

Wie sorgt Echtzeit-Bestandsverfolgung im Omnichannel für konsistente Verfügbarkeiten?

Die Echtzeit-Bestandsverfolgung ist eine wichtige Maßnahme gegen Overselling im Omnichannel-Handel. Während herkömmliche Systeme Bestände oft nur zeitversetzt in Intervallen abgleichen, agiert Xentral ERP ereignisgesteuert. Jede Lagerbewegung löst eine sofortige Neuberechnung des global verfügbaren Bestands aus.

Durch diese automatisierte Echtzeit-Synchronisation wird die „verfügbare Menge“ dynamisch geschützt. Sobald ein Kunde beispielsweise bei Amazon den Checkout abschließt, sinkt die Sichtbarkeit im Shopify-Store und im stationären Handel auf Null. Dies reduziert nicht nur manuellen Korrekturaufwand, sondern schützt aktiv das Verkäufer-Ranking auf Plattformen wie Amazon oder eBay, wo Lieferunfähigkeit (Out-of-Stock) zu empfindlichen Abstrafungen führt.

Pro-Tipp für Flash-Sales: Sicherheitsbestände dynamisch nutzen
Planen Sie eine große Marketing-Aktion (z. B. Black Friday)? Erhöhen Sie den Sicherheitsbestand in Xentral kurzzeitig auf einen höheren Wert (z. B. 10 % des Bestands). So puffern Sie die Zeitverzögerungen der Marktplatz-Schnittstellen ab und vermeiden Überverkäufe bei schnellen Abverkäufen.

Entscheidend ist, dass alle Lagerorte derselben Berechnungslogik folgen. Die Verfügbarkeit eines Artikels ergibt sich aus dem verkaufbaren Bestand:

Verkaufbarer Bestand = Physischer Bestand - Reservierungen - Sicherheitsbestände ± Korrekturwerte

Sicherheitsbestände sichern gegen Lieferverzögerungen und Nachfragespitzen ab.

Testen Sie Xentral 14 Tage kostenlos und erleben Sie, wie Xentral ERP Ihr Unternehmen entlastet und Abläufe skalierbar macht.

Wie verbindet eine ERP-Integration Verkaufskanäle zu einer zentralen, konsistenten Bestands- und Prozesslogik?

ERP-Integration verbindet Verkaufskanäle mit einer zentralen Bestands- und Prozesslogik und verhindert isolierte Datenstände. Im Omnichannel-Kontext übernimmt das ERP-System die führende Rolle, während Shops, Marktplätze und Kassensysteme als angebundene Transaktionsquellen fungieren. Durch die Kanalintegration werden Transaktionen als reine Impulse an das ERP übermittelt, wo die primäre Verbuchung und Bestandsänderung stattfindet. Eine Anwendung wie Xentral ERP dient dabei als verbindende Schicht zwischen Online-Shops, Marktplätzen und stationärem Handel.

Die Anbindung von Shopsystemen (beispielsweise Shopify) an das ERP stellt sicher, dass Artikelstammdaten, Preise und Verfügbarkeiten konsistent gepflegt werden. Marktplatz-Integrationen, etwa zu Amazon oder anderen Plattformen, erfordern eine besonders saubere Ereignisverarbeitung, da hohe Bestellvolumina und parallele Zugriffe auftreten. POS-Systeme integrieren Echtzeitverkäufe und binden Filiallager in die Gesamtverfügbarkeit ein.

Zentrale Datenflüsse umfassen Artikelinformationen, Lagerbestände, Aufträge und Retouren. Jeder dieser Datenflüsse besitzt eine eigene Aktualisierungslogik. Übertragungsmodi regeln, in welcher Frequenz das ERP die aktualisierten Bestandsdaten an die Verkaufskanäle weitergibt.

Experten-Tipp: Skalierung der Performance mit der Xentral NextGen API

Um die im Omnichannel-Handel kritischen hohen Datenvolumina (z. B. bei Verkaufsaktionen auf Amazon oder Shopify) stabil zu verarbeiten, ist der Wechsel auf die Xentral NextGen API ein sinnvoller strategischer Schritt. Die API (Application Programming Interface) bietet den technischen Rahmen für einen leistungsfähigen Datenaustausch.

Anleitung: So nutzen Sie die Xentral NextGen API für Ihre Lagerbestandsverwaltung

  1. Audit Ihrer bestehenden Anbindungen: Prüfen Sie, welche Ihrer Kanäle noch über bestehende Anbindungen laufen und planen Sie die Migration auf NextGen-Endpunkte für geschäftskritische Bestandsdaten.
  2. Webhook-Konfiguration: Aktivieren Sie in den Xentral-Schnittstelleneinstellungen die ereignisbasierte Benachrichtigung für stock_update, um die Zeitspanne zwischen Lagerbuchung und Shop-Aktualisierung zu eliminieren.
  3. Monitoring der API-Performance: Nutzen Sie die Transparenz der neuen Schnittstellen, um Engpässe in der Datenübertragung frühzeitig zu erkennen, bevor sie zu Out-of-Stocks führen.

Meine Orangerie (Onlinehandel für mediterrane Pflanzen) erzielte mit Xentral 40 % Wachstum pro Jahr bei konstanter Personalstärke. Der Jahresumsatz konnte versiebenfacht werden.

Wie steuert ein ERP-System kanalübergreifende Auftragsprozesse von Reservierung bis Fulfillment?

Eine einheitliche Auftragsabwicklung stellt sicher, dass Bestände unabhängig vom Verkaufskanal nach denselben Regeln reserviert, bearbeitet und ausgeliefert werden. Mit Auftragseingang erfolgt die automatisierte systemweite Reservierung der benötigten Artikelmengen, sodass der verkaufbare Bestand über alle Kanäle hinweg verringert wird.

Kommissionierung orientiert sich im Multi-Lager-Setup an definierten Lagerorten und Prioritäten. Das ERP-System weist Aufträge gezielt dem Lager zu, das die kürzesten Wege, die passende Bestandsmenge oder den gewünschten Versanddienstleister bietet. Cross-Docking ergänzt die Logik um ein Durchlaufverfahren, bei dem Ware nicht eingelagert, sondern vom Wareneingang einem Auftrag zugeordnet wird. Der Vorteil liegt in reduzierten Durchlaufzeiten und geringerer Lagerbindung.

Pick-and-Collect (oder Click-and-Collect) verbindet Online-Bestellungen mit stationären Abholprozessen. Die Lagerlogik reserviert die Ware im Filiallager und entzieht sie dadurch der globalen Verfügbarkeit für andere Kanäle. Die Reservierung bleibt bestehen, bis die Abholung erfolgt oder das Reservierungszeitfenster durch einen Storno abläuft. Externe Fulfillment-Dienstleister werden über angebundene Lagerorte integriert und nach denselben Regeln gesteuert wie interne Lager.

Wie sorgt ERP-gestütztes Retourenmanagement für präzise Bestandsaktualisierung?

Das Retourenmanagement regelt die kontrollierte Rückführung von Waren in den Bestand und wirkt sich direkt auf die Verfügbarkeit im Omnichannel-Lager aus. Eine Retourenabwicklung mit einem ERP-System stellt sicher, dass Rücksendungen nicht isoliert pro Kanal verarbeitet werden, sondern nach einheitlichen Regeln erfolgen. Eine kanalübergreifende Rückführungslogik entscheidet, welchem Lagerort die Ware zugewiesen wird und ob sie erneut verfügbar gemacht werden kann.

Nach Eingang und Prüfung der Retoure erfolgen automatische Bestandskorrekturen. Dabei wird zwischen rückgeführter, gesperrter und wiederverkaufsfähiger Ware unterschieden. Erst nach erfolgreicher Qualitätsprüfung kann ein Artikel erneut in den verkaufbaren Bestand einfließen. Parallel werden Gutschriften oder Umbuchungen ausgelöst, die sowohl buchhalterische als auch logistische Auswirkungen haben.

Retouren wirken sich unmittelbar auf verkaufbare Bestände aus, da sie entweder Verfügbarkeit erhöhen oder Bestände temporär blockieren. Ohne klare Regeln entstehen rechnerische Überbestände oder Engpässe. Ein ERP-zentrierter Ansatz wie mit Xentral ERP sorgt dafür, dass jede Retoure zeitlich korrekt verbucht wird. Auswirkungen auf Reservierungen und offene Aufträge bleiben nachvollziehbar.

Praxis-Anleitung: Retourenabwicklung in Xentral ERP

  1. Digitalisierung des Retoureneingangs: Nutzen Sie das Xentral Retourenportal, um Kunden die selbstständige Anlage von Retouren zu ermöglichen. Dies erzeugt vorab einen Datensatz im ERP, der den Status des Artikels auftragsbezogen auf „Retoure erwartet“ setzt (Vormerkung ohne systemweite Bestandserhöhung).
  2. Identifikation und Prüfung: Scannen Sie das Rücksendelabel im Xentral Retourenmodul. Das System verknüpft die physische Sendung sofort mit dem ursprünglichen Auftrag und den Stammdaten, um Verwechslungen auszuschließen.
  3. Statusbasierte Zustandsbewertung: Vergeben Sie während der Prüfung definierte Zustände (z. B. „A-Ware/Neu“, „B-Ware/Gebraucht“ oder „Defekt“). Xentral steuert über diese Zuweisung automatisch, ob der Artikel zurück in den verkaufbaren Bestand wandert oder auf einem Sperrlagerplatz verbleibt.
  4. Lagerplatz-Zuweisung & Workflow-Optionen: Hinterlegen Sie feste Regeln für die Wiedereinlagerung. A-Ware wird direkt auf den Pick-Lagerplatz gebucht und löst eine sofortige Bestandsaktualisierung an alle Verkaufskanäle aus. B-Ware kann optional über einen automatisierten Workflow einem separaten Kanal (z. B. eBay-Outlet) zugeordnet werden.
  5. Belegfluss-Abschluss: Lösen Sie mit der Einlagerung die Erstellung der Gutschrift und gegebenenfalls den Rückzahlungsprozess aus. Durch die Verknüpfung von Logik und Buchhaltung in Xentral wird sichergestellt, dass kein Artikel physisch verfügbar ist, ohne auch rechnerisch korrekt erfasst zu sein.
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Wie automatisiert ein ERP-System die regelbasierte Bestandssteuerung?

Prozessautomatisierung überführt Lagerentscheidungen in feste Regeln. In der Omnichannel-Lagerverwaltung erfasst das ERP-System nicht nur Bestandsbewegungen, sondern bewertet sie und leitet daraus Folgereaktionen ab.

Der Lagerkorrekturwert dient als Regelgröße, um rechnerische Abweichungen kontrolliert zu berücksichtigen. Er wird eingesetzt, wenn physische Bestand bewusst nicht vollständig verkauft werden sollen. Das ist beispielweise bei Inventurabweichungen, Qualitätsprüfungen oder erwarteten Schwundmengen der Fall. Der Wert wirkt direkt auf die verfügbare Menge, ohne den physischen Bestand zu verändern.

Das ERP-System kombiniert physische Mengen, offene Aufträge, Reservierungen, Sicherheitsbestände und definierte Korrekturwerte zu einem belastbaren Verfügbarkeitswert. Regelbasierte Bestandssteuerung nutzt diese Berechnung, um Schwellenwerte, Sperrmechanismen oder Nachschubprozesse auszulösen. Out-of-Stocks werden dadurch nicht durch manuelle Eingriffe verhindert, sondern durch vordefinierte Logiken, die auf aktuellen Daten basieren.

Wie lassen sich Omnichannel-Lagerlogiken auf B2B-Prozesse und komplexe Service-Modelle übertragen?

Omnichannel-Logiken lassen sich über den klassischen Handel hinaus auf komplexe Business-Szenarien übertragen, um auch dort für maximale Transparenz und Prozesssicherheit zu sorgen. Im B2B-Projektgeschäft stehen beispielsweise planbare Bestelllogiken im Vordergrund, bei denen Aufträge häufig projekt- oder kundenbezogen erfasst werden. Hier werden Bestände nicht pauschal für den globalen Markt freigegeben, sondern gezielt über längere Zeiträume reserviert. Das ERP-System speichert diese Mengen als verbindliche Zusagen und verhindert effektiv, dass projektgebundene Ware in andere Kanäle abfließt.

Ein weiteres Anwendungsfeld findet sich im Bereich Hardware-as-a-Service (HaaS) und Bundling. Bei Geschäftsmodellen, die Softwarelösungen mit physischer Hardware wie Sensoren oder Gateways kombinieren, muss die Lagerverwaltung Bundles und Einzelkomponenten synchron organisieren. Die Verfügbarkeit eines Angebots ergibt sich dabei nicht aus einem einzelnen Artikel, sondern aus der rechnerischen Summe aller notwendigen Bestandteile. Das ERP-System steuert diese komplexen Abhängigkeiten und stellt sicher, dass ein Auftrag nur dann freigegeben wird, wenn das gesamte Set physisch verfügbar oder reservierbar ist.

Schließlich lassen sich diese Prinzipien auch auf die interne Ressourcenverwaltung und Asset-Logistik anwenden. Hier wird die Materialsteuerung genutzt, um Arbeitsmittel oder Ausstattungen temporär bereitzustellen und später kontrolliert zurückzuführen. Da die Verfügbarkeit oft an konkrete Einsätze oder Zeitfenster gebunden ist, ermöglichen temporäre Lagerlogiken es dem Unternehmen, wertvolle Ressourcen gezielt vorzuhalten, ohne sie dauerhaft aus dem aktiven Bestand auszubuchen. Ein zentrales ERP-System dient auch hier als "Single Source of Truth", die den Verbleib und die Verfügbarkeit jedes Assets in Echtzeit dokumentiert.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Omnichannel-Lager in Xentral ERP synchronisieren

Durch die konsequente Nutzung von Xentral als „Single Source of Truth“ (ein System dient als die einzig gültige Datenquelle für alle angebundenen Kanäle) eliminieren Sie Dateninseln bzw. Datensilos. Sie schaffen außerdem die Basis für skalierbare Omnichannel-Prozesse.

  1. Strukturierung der Lagerumgebung: Definieren Sie zunächst alle physischen und virtuellen Lagerorte (Zentrallager, Filialen, Fulfillment-Partner) als eigenständige Einheiten in Xentral, um eine klare Bestandsabgrenzung zu ermöglichen.
  2. Bereinigung der Artikelstammdaten: Stellen Sie sicher, dass alle Artikel über eindeutige Stock Keeping Units (SKUs) verfügen und korrekt ihren jeweiligen Lagerplätzen zugeordnet sind, da inkonsistente Stammdaten die häufigste Fehlerquelle bei der Synchronisation darstellen.
  3. Technische Kanalanbindung: Verknüpfen Sie Ihre Verkaufsplattformen (Shopify, Amazon, POS etc.) über die entsprechenden Schnittstellen mit dem ERP, wobei die Kanäle in dieser Phase rein als Empfänger von Bestandsdaten fungieren.
  4. Definition der Berechnungslogik: Hinterlegen Sie die Formel für den „Verkaufbaren Bestand“. Hierbei werden vom physischen Bestand automatisch Reservierungen aus offenen Aufträgen sowie definierte Sicherheitsbestände (Puffer) abgezogen.
  5. Konfiguration der Synchronisationsmodi: Legen Sie pro Kanal fest, ob Bestandsänderungen ereignisbasiert (sofort per Webhook in Echtzeit) oder in festen Intervallen übertragen werden, um die API-Last zu optimieren und gleichzeitig Überverkäufe zu vermeiden.
  6. Simulationsphase und Pilotlauf: Testen Sie das Setup mit einer Auswahl an Artikeln unter Realbedingungen. Simulieren Sie gezielt Out-of-Stock-Szenarien und Stornierungen, um die korrekte Verrechnung der Reservierungen zu validieren.
  7. Kontrollierter Go-Live und Monitoring: Schalten Sie die Live-Synchronisation für das gesamte Sortiment frei und überwachen Sie die Bestandsbewegungen über Echtzeit-Dashboards, um bei Diskrepanzen sofort eingreifen zu können.
  8. Automatisierung der Nachschubprozesse: Aktivieren Sie regelbasierte Abläufe für automatisierte Nachbestellungen oder Umlagerungen, sobald definierte Schwellenwerte unterschritten werden.
  9. High-End-Ausbaustufe (Optional): Integrieren Sie in einem fortgeschrittenen Projektstadium IoT- oder RFID-Lösungen zur automatisierten Abgleichung des physischen Bestands, um Inventurabweichungen in Echtzeit zu minimieren.

yfood, (Food-Startup für Trinkmahlzeiten), erzielte während der Zusammenarbeit mit Xentral 45-faches Bestellwachstum und 300 % Wachstum im ersten Jahr nach Einführung des ERP-Systems.

Welche Hürden treten bei der ERP-Integration in Omnichannel-Prozessen oft auf?

  • Zentrale Stammdaten-Hygiene (SKU-Matching): Die größte Hürde vor dem Go-Live ist die Vereinheitlichung der Artikelnummern. Stellen Sie sicher, dass die SKUs über alle Kanäle (Shop, Marktplätze, ERP) hinweg identisch sind, da sonst kein automatischer Abgleich stattfinden kann.
  • Strikte ERP-Führungsrolle: Vermeiden Sie manuelle Bestandsbuchungen direkt im Shop-Backend oder auf Marktplätzen. Alle Bewegungen (Wareneingang, Bruch, Retouren) müssen ausschließlich im ERP erfasst werden, um Datendivergenzen zu verhindern.
  • Intelligentes Queue-Management (Warteschlange) bei API-Limits: Da Plattformen wie Amazon oder eBay die Anzahl der Anfragen pro Minute begrenzen (Rate-Limiting), muss das ERP-System Bestands-Updates in intelligenten Warteschlangen (Queues) abarbeiten, um eine Blockierung der Schnittstelle zu verhindern.
  • Konsequente Reservierungslogik: Verhindern Sie "rechnerische Überverfügbarkeit", indem Sie Bestände für offene Aufträge und Teillieferungen sofort systemweit blockieren. Nur der physische Bestand abzüglich aller Reservierungen und Sicherheits-Puffer darf als "verfügbar" an die Kanäle gemeldet werden.
  • Trennung von physischen und virtuellen Beständen: Integrieren Sie Dropshipping-Logiken (Streckengeschäft) so, dass externe Lieferzusagen nicht mit Ihrem physischen Lagerbestand vermischt werden. Führen Sie diese als separate Verfügbarkeitsquellen, um die Transparenz in der Kommissionierung zu wahren.
  • Automatisierte Fehlervermeidung statt manueller Korrektur: Nutzen Sie regelbasierte Automatismen für Sonderfälle wie Teilstornierungen oder Retouren-Wiedereinlagerungen. Manuelle Eingriffe sind fehleranfällig und sollten durch systemseitig definierte Prozesse ersetzt werden.
  • Regelmäßige Belastungstests und Simulationen: Führen Sie Testszenarien für Hochlastphasen (z. B. Flash-Sales) durch, um sicherzustellen, dass die Synchronisationsintervalle und die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Schnittstellen auch bei hohem Auftragsaufkommen stabil bleiben.

[Autor: PK]

Quelle:

https://xentral.com/de/artikel/retourenmanagement-guide

https://xentral.com/de/artikel/xentral-api-produkt-update

Häufige Fragen und Antworten zu Verwaltung von Omnichannel-Lagerbeständen

Antwort: Xentral unterstützt Startups in der Skalierungsphase bis hin zu mittelständischen Unternehmen. Während Kleinsthändler oft mit Shop-internen Lösungen auskommen, eignet sich Xentral ERP vor allem dann, wenn mehr als zwei Kanäle (z. B. Shopify und Amazon) und ein eigenes Lager oder externes Fulfillment gleichzeitig gesteuert werden müssen.

Antwort: Xentral agiert als zentraler Speicherort für personenbezogene Kundendaten. Das System bietet Rollen- und Rechtemanagement, um den Zugriff nach dem „Need-to-Know“-Prinzip zu beschränken. Wichtig für deutsche Händler: Xentral ist GoBD-konform. Xentral ERP schützt Kundendaten durch DSGVO-konforme Prozesse und spezielle Module, die personenbezogene Informationen (PII) wie Namen oder Adressen minimieren, anonymisieren oder löschen. Die Verarbeitung erfolgt primär zur Auftragsabwicklung, Rechnungsstellung und gesetzlicher Aufbewahrungspflichten. Daten werden nur nach Einwilligung oder wenn gesetzlich erforderlich verarbeitet, basierend auf Art. 6 DSGVO (z. B. Vertragserfüllung oder berechtigtes Interesse).

Antwort: Xentral ist eine Cloud-Lösung, die eine stabile Internetverbindung benötigt. Um Ausfällen vorzubeugen, empfiehlt sich eine Redundanz-Lösung (z. B. 5G-Backup-Router). Da die Bestandsführung zentral im ERP liegt, können ohne Systemzugriff keine korrekten Pick-Listen erstellt oder Versandlabels gedruckt werden.

Antwort: Beim Omnichannel-Handel über Ländergrenzen hinweg müssen Lieferschwellen und lokale Steuersätze berücksichtigt werden. Xentral bietet hierfür Schnittstellen zu diversen Steuersoftware-Lösungen an. Das ERP übergibt die Transaktionsdaten, und die Spezialsoftware berechnet die korrekte Umsatzsteuer für das jeweilige Zielland. Dies verhindert kostspielige Compliance-Fehler.

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