Windows 11: Die wichtigsten Infos zum großen Upgrade (Update)

Windows 11: Die wichtigsten Infos zum großen Upgrade (Update)2021-09-20T08:59:48+02:00

Windows 11: Die Neuerungen im Überblick

Laut Microsoft erscheint der offizielle Windows 10-Nachfolger am 05. Oktober 2021. Windows 11 hat einige Neuerungen und diverse Features in petto, auf die sich Nutzer freuen können. Welche das sind, wie die Systemanforderungen aussehen und alles, was Sie sonst zu Windows 11 wissen müssen, erfahren Sie in unserem Artikel.

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Modernes Design Mica

Die auf den ersten Blick auffälligsten Änderungen lassen sich im Design feststellen. Die neue Designsprache nennt sich Mica und baut auf der Open-Source-Designsprache Fluent Design auf. Die Optik zeichnet sich durch abgerundete Ecken, moderne Icons und übersichtlichere Menüs aus. Deutlich wird das vor allem im Startmenü und im Dateiexplorer. Zudem soll die Benutzeroberfläche barrierefreier werden, sodass möglichst viele Menschen das Betriebssystem problemlos bedienen können. Dabei ist es egal, ob es sich um eine erhöhte Zoomstufe, um Farbenblindheit oder eine andere Beeinträchtigung handelt.

Windows 11 Design

Neues Startmenü und veränderte Taskleiste

Zum überarbeiteten Design gehören auch ein neues Startmenü und eine neue Taskleiste. Das neue Startmenü platzieren Sie ganz nach Ihren Wünschen entweder linksbündig oder zentriert auf Ihrer Taskleiste. Neben angepinnten Anwendungen finden Sie dort empfohlene oder zuletzt benutzte Apps und Dateien. Über eine Suchleiste suchen Sie lokal auf Ihrem Rechner, im Cloud-Service OneDrive oder im Internet nach den gewünschten Stichworten. Die Taskleiste ist bei Windows 11 allerdings weniger flexibel als zuvor: Sie ist jetzt permanent am unteren Bildschirmrand platziert und erlaubt nicht mehr, Apps nach Belieben per Drag-&-Drop daran anzuheften. Ob dies so bleibt, gilt abzuwarten. Insgesamt wirken Startmenü und Taskleiste aber um einiges aufgeräumter und cleaner.

Mehr Produktivität dank Snap-Layouts

Zwar lassen sich Apps an der Taskleiste nicht mehr beliebig an- und abheften, so haben Sie bei der Anordnung von Apps auf Ihrem Bildschirm allerdings umso mehr Spielraum. Die sogenannten Snap-Layouts eröffnen ganz neue Möglichkeiten in puncto Multitasking und sind eine der wichtigsten Windows 11-Neuerungen. Mit den Snap-Layouts teilen Sie Ihren Bildschirm in mehrere Bereiche auf und füllen diese mit Programmfenstern Ihrer Wahl. Dabei stehen Ihnen 6 Layouts zur Verfügung, aus denen Sie wählen, sobald Sie mit der Maus über das Vergrößerungssymbol eines Fensters fahren. So arbeiten Sie mit drei oder mehr Apps parallel und steigern Ihre Produktivität.

Windows 11 Snap-Layouts

TPM 2.0 wird Pflicht

Eine weitere Änderung, die von großer Bedeutung ist, ist die Notwendigkeit eines TPM-2.0-Moduls. TPM steht für Trusted Plattform Module. Es handelt sich dabei um ein Sicherheitsmodul, das als kleiner Chip auf dem Mainboard verbaut ist und verschiedene Sicherheitsaufgaben übernimmt.

FAQ – Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Windows 11

Windows 11 erscheint voraussichtlich am 05. Oktober 2021. Es handelt sich bei Windows 11 um ein kostenloses Upgrade, das Sie durchführen können, sofern Sie die aktuellste Windows 10-Version auf Ihrem PC installiert haben und Ihr Computer die Mindesthardwarespezifikationen erfüllt. Sichern Sie sich jetzt eine Windows 10-Lizenz über mysoftware.de und erhalten Sie das kostenlose Windows 11-Upgrade, sobald es erscheint (und Ihr System die Spezifikationen erfüllt).

Die Einführungsvorbereitungen für das Upgrade werden derzeit fertiggestellt. Laut Microsoft wird der Roll-out für die meisten Geräte voraussichtlich Anfang bis Mitte 2022 erfolgen. Da nicht alle Geräte, für die das Upgrade verfügbar sein wird, gleichzeitig aktualisiert werden können, variiert der Zeitablauf je nach Gerät.

Ob Ihr Gerät für das Windows 11-Upgrade berechtigt ist, erfahren Sie über Microsofts PC-Integrationsprüfung. Laden Sie die App herunter und führen Sie diese aus. Erfüllt Ihr PC die Systemanforderungen und ist die Upgrade-Einführung gestartet, sehen Sie unter Einstellungen > Windows Update, ob Ihr PC für die Installation bereit ist. Anschließend starten Sie den Windows 11-Download und installieren das Betriebssystem.

Für Nutzer mit der aktuellen Version von Windows 10 ist Windows 11 ein kostenloses Upgrade. Zu den Kosten einer Windows 11-Lizenz für Nutzer ohne Windows 10 hat sich der Hersteller bisher nicht geäußert. In der Vergangenheit war Microsofts Preispolitik jedoch recht vorhersehbar. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten sich etwa in dem Preisrahmen bewegen, der seitens Microsoft aktuell für die Update-Versionen von Windows 10 gilt.

Um einiges günstiger erhalten Sie Windows 11 allerdings mit dem Angebot von Windows 10 Pro oder Windows 10 Home auf mysoftware.de. So erhalten Sie das Upgrade kostenlos.

Nach der Installation wird Windows 11 ungefähr den gleichen Speicherplatz benötigen wie Windows 10. Allerdings ist während des Upgrade-Prozesses mehr Speicherplatz notwendig. Etwa 10 Tage nachdem Sie das neue Betriebssystem installiert haben, wird dieser Speicherplatz automatisch bereinigt. Doch wie viel GB sind nun tatsächlich nötig?

Microsoft gibt an, dass eine Festplatte mit mindestens 64 GB oder mehr sowie 4 GB RAM Arbeitsspeicher notwendig sind, um das System upzugraden. Bisherige Tests zeigen, dass in der Realität jedoch rund 41 GB ausreichen. Rund die Hälfte davon ist auf Windows 10 zurückzuführen, das für eine potenzielle Wiederherstellung zeitweise gesichert wird. Nach der Datenbereinigung belegt Windows 11 knapp 20 GB der Festplatte. Bei einer Neuinstallation sind es sogar nur 18 GB der Festplatte.

Windows 11 zu installieren, nimmt vermutlich mehr Zeit in Anspruch als bei einem typischen Windows 10-Feature-Update. Während des Downloads haben Sie die Möglichkeit, problemlos an Ihrem PC weiterzuarbeiten und die Installation zu planen. So installiert das System Windows 11 automatisch zu einem Zeitpunkt, an dem Sie Ihren Rechner nicht verwenden.

Verfügbar ist das Upgrade kostenlos direkt über die Einstellungen Ihres PCs, wenn Sie die aktuelle Windows 10-Version installiert haben. Ansonsten erhalten Sie eine Lizenz zum Beispiel bei mysoftware.de.

Der Branchen-Organisation Bluetooth Special Interest Group zufolge wird Windows 11 in 7 verschiedenen Versionen erhältlich sein. Diese werden sein:

  • Windows 11 Home
  • Windows 11 Pro
  • Windows 11 Pro Educations
  • Windows 11 Pro for Workstations
  • Windows 11 Enterprise
  • Windows 11 Education
  • Windows 11 Mixed Reality

Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei allerdings nur um eine vorläufige Auflistung handelt.

Einmal pro Jahr wird eine neue Version von Windows 11 veröffentlicht. Damit Kunden durchgehenden Support von Microsoft in Anspruch nehmen können, sollte stets die neueste Version installiert werden, bevor die Wartung der aktuellen Version abläuft. Im Folgenden sehen Sie den Wartungszeitraum der verschiedenen Editionen:

Edition Wartungszeitplan (eine Veröffentlichung pro Jahr)
  • Windows 11 Enterprise
  • Windows 11 Education
  • Windows 11 IoT Enterprise
36 Monate ab Veröffentlichungsdatum
  • Windows 11 Pro
  • Windows 11 Pro Education
  • Windows 11 Pro for Workstations
  • Windows 10 Home*
24 Monate ab Veröffentlichungsdatum

*Die Home Edition unterstützt nicht den Aufschub von Feature-Updates und erhält daher in der Regel eine neue Version von Windows 11 vor dem angegebenen Datum des Serviceendes.

Alle Feature-Updates des neuen Betriebssystems werden von Microsoft für zwei Jahre unterstützt. Egal, ob Home- oder Pro-Version – in diesem Zeitraum erhalten Sie stets alle wichtigen Stabilitäts- und Sicherheitsupdates. Die Unternehmens- und Bildungsversionen Enterprise und Education erhalten zusätzlich einen Aufschlag von 12 Monaten.

Zur gesamten Lebensdauer von Windows 11 äußert sich Microsoft erst zu einem späteren Zeitpunkt. Kunden können aber damit rechnen, dass der Hersteller am Zehn-Jahres-Zeitrahmen festhält, der bereits für Windows 10 gilt. Demnach erscheint das nächste Windows Ende 2031.

Die Systemvoraussetzungen für Windows 11 liegen höher als bei Windows 10. Das Besondere: Bislang optionale Sicherheitsfunktionen werden nun Pflicht.

Möchten Sie prüfen, ob Ihr Rechner oder Notebook Windows 11-Systemanforderungen entspricht, nutzen Sie die von Microsoft bereitgestellte PC-Integritätsprüfung. Das nützliche Hilfsprogramm verrät Ihnen mit wenigen Klicks, ob das neue Betriebssystem auf Ihrem PC läuft. Dies ist nämlich nicht so selbstverständlich, wie man vielleicht vermuten mag. Nicht auf allen Rechnern mit Windows 10 wird auch Windows 11 funktionieren. Das gilt insbesondere für Systeme, die vor 2015 erschienen sind und bereits von Windows 7, 8 oder 8.1 auf Windows 10 upgegradet wurden.

Die Windows 11-Systemanforderungen auf einen Blick:

Prozessor: 1 Gigahertz (GHz) oder schneller mit 2 oder mehr Kernen auf einem kompatiblen 64-Bit-Prozessor oder SoC (System on a Chip)
RAM: 4 Gigabyte (GB)
Speicherplatz: 64 GB oder größeres Speichergerät
Systemfirmware: UEFI, aktiviert für sicheren Start
Trusted Platform Module (TPM): Version 2.0
Grafikkarte: kompatibel mit DirectX 12 oder höher mit WDDM 2.0 Treiber
Display: Hochauflösendes Display (720p) mit einer Diagonale von mehr als 9 Zoll, 8 Bit pro Farbkanal
Internetverbindung und Microsoft-Konten: Für die Windows 11 Home Edition ist eine Internetverbindung und ein Microsoft-Konto erforderlich, um die Geräteeinrichtung bei der ersten Verwendung abzuschließen.
Auch bei der Deaktivierung von Windows 11 Home im S Modus auf einem Gerät ist eine Internetverbindung erforderlich.
Für alle Windows 11-Editionen ist ein Internetzugang erforderlich, um Aktualisierungen durchzuführen und einige Funktionen herunterzuladen und zu nutzen. Für einige Funktionen ist ein Microsoft-Konto erforderlich.

Funktionsspezifische Anforderungen für Windows 11

Manche Funktionen in Windows 11 haben höhere Anforderungen als die bereits genannten Mindestanforderungen. Im Folgenden finden Sie einige zusätzliche Details zu den Anforderungen für wichtige Funktionen:

  • 5G-Unterstützung erfordert ein 5G-fähiges Modem
  • Auto HDR erfordert einen HDR-Monitor
  • BitLocker To Go erfordert einen USB-Speicher-Stick (nur unter Windows Pro und höheren Editionen verfügbar)
  • Client Hyper-V erfordert einen Prozessor mit SLAT-Funktionen (Second Level Address Translation) (verfügbar in Windows Pro und höheren Editionen)
  • Cortana erfordert ein Mikrofon und einen Lautsprecher und ist derzeit unter Windows 11 für Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Mexiko, Spanien, Großbritannien und die USA verfügbar
  • DirectStorage erfordert eine NVMe-SSD zum Speichern und Ausführen von Spielen, die den „Standard NVM Express Controller“-Treiber und eine DirectX12-GPU mit Unterstützung für Shader Model 6.0 verwenden
  • DirectX 12 Ultimate wird nur von ausgewählten Spielen und Grafik-Chipsätzen unterstützt
  • Anwesenheit erfordert einen Sensor, der die Entfernung des Menschen vom Gerät oder die Absicht, mit dem Gerät zu interagieren, erkennen kann
  • Intelligente Videokonferenzen erfordern Videokamera, Mikrofon und Lautsprecher (Audioausgang)
  • Multiple Voice Assistant (MVA) erfordert ein Mikrofon und einen Lautsprecher
  • Dreispaltige Snap-Layouts erfordern einen Bildschirm mit einer Breite von 1920 effektiven Pixeln oder mehr
  • In der Taskleiste stummschalten/Stummschaltung aufheben erfordert Videokamera, Mikrofon und Lautsprecher (Audioausgang) –  Die App muss mit der Funktion kompatibel sein, um die globale Stummschaltung zu aktivieren/die Stummschaltung aufzuheben
  • Raumklang erfordert unterstützende Hardware und Software
  • Teams erfordert Videokamera, Mikrofon und Lautsprecher (Audioausgang)
  • Touch erfordert einen Bildschirm oder Monitor, der Multi-Touch unterstützt
  • Die zweistufige Authentifizierung erfordert die Verwendung einer PIN, Biometrie-Daten (Fingerabdruckleser oder beleuchtete Infrarotkamera) oder ein Smartphone mit WLAN oder Bluetooth
  • Die Spracheingabe erfordert einen PC mit Mikrofon
  • Wake-on-Voice erfordert das Strommodell mit modernem Standby und ein Mikrofon
  • Wi-Fi 6E erfordert neue WLAN IHV-Hardware und -Treiber sowie einen Wi-Fi 6E-fähigen AP/Router
  • Windows Hello erfordert eine Kamera, die für die Nahinfrarot-Bildgebung konfiguriert ist (oder einen Fingerabdruckleser für die biometrische Authentifizierung) / Geräte ohne biometrische Sensoren können Windows Hello mit PIN oder tragbarem Microsoft-kompatiblen Sicherheitsschlüssel verwenden
  • Die Windows-Projektion erfordert einen Bildschirmadapter, der Windows Display Driver Model (WDDM) 2.0 unterstützt, sowie einen WLAN-Adapter, der Wi-Fi Direct unterstützt
  • Für die Xbox-App ist ein Xbox Live-Konto erforderlich, das nicht in allen Regionen/Ländern verfügbar ist. Für einige Funktionen in der Xbox-App ist ein aktives Xbox Game Pass-Abonnement erforderlich

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass mit Windows 11 neue Dateisysteme eingeführt werden. Folglich ist davon auszugehen, dass für das Betriebssystem weiterhin FAT (auch FAT16 genannt), FAT32 und NTFS gebräuchlich und relevant sein werden.

Was sich mit dem neuen OS in puncto Dateiverwaltung jedoch ändert, ist der Dateiexplorer. Dieser hat sich seit Windows 7 kaum verändert. Windows 11 bringt nun diverse Neuerungen in den Dateiexplorer, die vor allem designtechnischer Natur sind. Zum einen wirkt er nun aufgeräumter, zum anderen fällt er mit neuen Symbolen für Ordner und andere Elemente auf. Microsoft legt dabei das moderne Fluent-Design über den bestehenden Datei-Explorer. Die Befehlsleiste im oberen Bereich des Fensters wirkt ebenfalls minimalistischer und aufgeräumter. Sie beinhaltet lediglich Befehle wie „Neuen Ordner erstellen“, „Neue Datei erstellen“, „Ausschneiden“, „Kopieren“, „Einfügen“, „Umbenennen“, „Teilen“, „Löschen“, „Sortieren“ und „Ansicht ändern“. Mehr Optionen öffnen sich erst mit Klick auf ein entsprechendes Symbol in einem Drop-Down-Menü.

In einem ähnlichen Stil wurde auch das Kontextmenü überarbeitet, das nach einem Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner erscheint. Dieses fällt ebenso übersichtlicher aus und zeigt nur die wichtigsten Funktionen an. Mehr Optionen öffnen sich erst mit Klick auf den entsprechenden Button.

Ein neuer Internetbrowser wurde von Microsoft bisher nicht angekündigt. Der Hersteller empfiehlt weiterhin Microsoft Edge als Standardbrowser.

Die Desktop-Anwendung Internet Explorer 11 wird ab dem 15. Juni 2022 auf bestimmten Betriebssystemen nicht länger unterstützt. Microsoft rät Kunden, zu Microsoft Edge mit dem integriertem Internet Explorer-Modus zu wechseln. Der Internet Explorer-Modus ist abwärtskompatibel und wird mindestens bis 2029 unterstützt.

Die wohl interessanteste Windows 11-Neuerung in Bezug auf Apps ist die Möglichkeit, Android-Apps auf dem PC zu installieren – ganz ohne Emulator. Die Apps werden aus Amazons Android-Store geladen und mithilfe einer Brückentechnologie des Chipkonzerns Intel zum Laufen gebracht. Android-Apps lassen sich so auf Windows 11 nutzen wie klassische Desktop-Programme. Microsoft folgt damit dem Trend, Smartphone-Apps endlich auch auf den PC zu bringen. Apple ermöglicht es Entwicklern schon länger, iPhone-Apps für den Gebrauch auf Mac-Rechnern zu transformieren. Für erfahrene Android-Nutzer wird es außerdem die Option geben einen Sideload von Apps  auszuführen. Dabei werden Apps als APK-Dateien aus Sekundärquellen installiert und emuliert.

Vielversprechend für Gamer ist der hauseigene Xbox-Gaming-Pass, der über die Xbox-App integriert wird. Bietet das Betriebssystem zwar noch viele weitere Features, um das Spielerlebnis für Nutzer auf ein neues Level zu heben, so wird der Gaming-Pass in Zukunft essenziell. Er soll möglichst vielen Nutzern einen Zugang zu Computerspielen verschaffen und ermöglicht mit der Mitgliedschaft den Zugriff auf über 100 erstklassige Games.

Die letzte Neugestaltung im Zusammenhang mit Apps erlebt Microsofts App-Store unter Windows 11. Mit einem größerem App-Umfang möchte der Hersteller den App-Store zu neuem Leben erwecken. Die Nutzerfreundlichkeit und die Performance sollen deutlich verbessert werden. Dafür sorgen eine neue Navigation, eine neue Suche sowie ein verstärkter Fokus auf eine bessere Präsentation der Apps. Zudem soll es Entwicklern erleichtert werden, neue Apps im Store einzustellen. Entwickler können selbst über Ihr Monetarisierungsmodell entscheiden und müssen keine Provision mehr an Microsoft abgeben.

Das Upgrade bringt einige Funktionen mit sich, die besonders für Gamer spannend sind:

  • Auto-HDR sorgt für eine verbesserte Grafik und besonders für eine optimale Ausleuchtung des Spiels
  • Mit DirectStorage werden Ladezeiten deutlich verkürzt –  allerdings setzt das Feature kompatible Hardware voraus
  • Xbox Cloud Gaming ist ebenfalls Bestandteil von Windows 11

Besonders freuen können sich Gamer auf Xbox Cloud Gaming. Das Feature ermöglicht eine detailreiche Grafik auch ohne schnelle Grafikkarte. Windows 10-Nutzer können bereits die offene Beta-Version des Features testen. Ab Windows 11 ist Xbox Cloud Gaming fest integriert. Auch die anderen Funktionen können Sie bereits mit Windows 10 nutzen, wenn auch nicht in vollem Umfang. Um zum Beispiel das Potenzial von DirectStorage auszuschöpfen, führt kein Weg an Windows 11 vorbei.

OneDrive bleibt weiterhin Microsofts aktueller Cloud-Dienst für Privatnutzer und kann für die Sicherung von Daten genutzt werden. Hinzu kommt der neue Cloud-Dienst Windows 365, den Microsoft im Juli vorgestellt hat und der sich vor allem an Unternehmen richtet. Bereits mit Windows 10 kann der Service ab sofort genutzt werden.

Mit Windows 365 lässt sich eine Windows 10- bzw. Windows 11-Arbeitsumgebung herstellen, die unabhängig vom Endgerät funktioniert – egal, ob PC, Tablet oder Smartphone. Das soll Unternehmen ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Indem Windows 365 das komplette Betriebssystem inklusive Anwendungen, Einstellungen und Daten in die Microsoft Cloud verlagert, wird es von diversen privaten und firmeninternen Geräten nutzbar. Damit reagiert Microsoft auf Entwicklungen im Zuge der Corona-Pandemie und ermöglicht ein geräte- und standortunabhängiges Arbeiten.

Die Arbeitsumgebung lässt sich individuell an jeden Mitarbeiter anpassen und konfigurieren. Die IT-Abteilungen übernehmen die zentrale Kontrolle über die bereitgestellte Rechenleistung, den Speicherplatz und über die Software-Infrastruktur. Mitarbeiter können schnell und einfach hinzugefügt und entfernt werden. Abgerechnet wird der Service monatlich pro Zugang. Dieses Modell eignet sich sowohl für kleine als auch große Unternehmen. Es gibt eine Business-Version für Unternehmen mit bis zu 300 Mitarbeitern und eine Enterprise-Version für Unternehmen ab 300 Mitarbeitern. Die Versionen unterscheiden sich im Funktionsumfang. Die monatlichen Preise pro Nutzer bleiben jedoch gleich:

  • Basic – 28,20 Euro
  • Standard – 37,30 Euro
  • Premium – 60,10 Euro

Zudem profitieren Unternehmen von einer hohen Datensicherheit. Microsoft setzt bei seinem neuen Cloud-Service auf das Zero-Trust-Prinzip, bei dem grundsätzlich jeder Zugriff untersagt wird, bis er benötigt und authentifiziert wird.

In der Livestream-Übertragung von Microsoft hieß es, Windows 11 solle besonders sicher sein, mit vielen Geräten nahtlos zusammenarbeiten und bisherigen Nutzern ein Gefühl von „Heimkommen“ bieten. „Zusammenarbeiten“ ist besonders seit Beginn der Corona-Pandemie ein wichtiges Stichwort geworden. Um Mitarbeitern von Unternehmen auch im Home Office ein effizientes Zusammenarbeiten zu ermöglichen, gehört das Kommunikationstool Teams ab Windows 11 zu den vorinstallierten Programmen.

Bisher gab es Microsoft Teams weitgehend nur als optionales Programm, das klar auf Geschäftskunden ausgerichtet war. Mit dem neuen Betriebssystem wird das Programm in die Taskleiste integriert. Über die Taskleiste kann während einer Video- oder Telefonkonferenz der eigene Ton zudem direkt stummgeschalten und der Bildschirm geteilt werden. So sollen sich Nutzer noch einfacher austauschen und zusammenarbeiten können. Selbst wenn der Gesprächspartner keine Teams-App hat, bleibt noch die Kommunikation über die Zwei-Wege-SMS.

Teams ersetzt damit die Kommunikationsplattform Skype und wird der neue Standard auf Windows-Systemen. Wer sich allerdings mit dem Tool nicht anfreunden kann und weiterhin Skype nutzen möchte, hat die Möglichkeit, das Programm über den Microsoft App-Store zu laden.

Microsoft hat bestätigt, dass Windows 11 auch auf einem virtuellen Computer (Virtual Machine, VM) unterstützt wird. Dieser ist notwendig, wenn man das Betriebssystem beispielsweise auf einem Mac-Gerät zum Laufen bringen möchten. Der Anbieter Parallels der beliebten Virtual Machine Parallels Desktop hat angekündigt, das OS auf Mac-Geräten nutzbar zu machen.

Allerdings wird die Windows 11-Installation auf Apple-Produkten deutlich erschwert. Laut den Systemanforderungen benötigt ein PC für Windows 11 zwingend das Sicherheitsmodul TPM 2.0. Ein solches ist in Macs allerdings gar nicht integriert. Ein weiteres Problem für Visualisierungslösungen ist die fehlende Unterstützung von DirectX 12 in Parallels Desktop. Hinzu kommt, dass die Hardwareanforderungen der ARM-Version von Windows 11 noch nicht bekannt sind. Aktuell sieht es so aus, dass das Betriebssystem mithilfe von Parallels Desktop nur auf Intel-Macs laufen wird. Jedoch ist derzeit noch Vieles im Unklaren, sowohl von Microsofts Seite aus als auch von den Herstellern der Visualisierungssoftware. Für Nutzer von Mac-Geräten heißt es daher vorerst: Abwarten.