Ratgeber | Kurzarbeit

So wirkt sich Kurzarbeitergeld auf die Steuererklärung aus

So wirkt sich Kurzarbeitergeld auf die Steuererklärung aus2022-11-25T10:05:12+01:00

Um die Folgen der Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens während der Corona-Krise abzumildern, hat die Bundesregierung unter anderem auf das bewährte Mittel der Kurzarbeit gesetzt. Wie sich das Kurzarbeitergeld (KUG) auf die Steuererklärung und die Lohnabrechnung auswirkt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

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Kurzarbeitergeld & Steuer: Nachzahlung oder Erstattung?

Der Gesetzgeber verlangt im Gegenzug für die Auszahlung von Kurzarbeitergeld und Überbrückungshilfen die Abgabe einer Steuererklärung. Staatliche Prämien und Sonderzahlungen, die zum Beispiel in Pflegeberufen zusätzlich zum Gehalt an den Arbeitnehmer gehen, sind zwar bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei, aber Lohnersatzleistungen wie das Kurzarbeitergeld sind eine Form der Bezuschussung, die in der Regel dem Progressionsvorbehalt unterliegt.

Wollen Sie die Steuererklärung als Pflichtveranlagung selbst machen und Geld sparen, empfehlen sich dafür aktuelle Anwendungen wie WISO Steuer 2023 oder smartsteuer. Sie liefern Ihnen alle wichtigen Formulare und praktische Unterstützung durch  eine fehlerfreie Berechnung und die zuverlässige Bescheidprüfung.

Damit Sie nicht von einer Steuernachzahlung überrascht werden, ist es in Ihrem Interesse, wenn Sie sich jetzt mit dem Thema beschäftigen und sich Antworten auf die wichtigsten Fragen holen.

Vorteile der Kurzarbeit

  • Spart dem Arbeitgeber Kosten

  • Bewahrt Arbeitsplätze

  • Steuerfrei

Nachteile der Kurzarbeit

  • Pflicht zur Steuererklärung

  • Weniger Geld für den Arbeitnehmer

Häufige Fragen zur Kurzarbeit

Programme wie WISO Steuer 2023 und tax 2023 bieten Ihnen zum Beispiel den praktischen Corona-Checkup. Dieser beinhaltet Tipps und Antworten auf zahlreiche Fragen zum Thema Kurzarbeit und Home Office. Als Selbstständiger profitieren Sie davon genauso wie als Arbeitnehmer mit Familie. Spezielle Eingabe-Hinweise und eine genaue Prüfung stellen sicher, dass Sie dem Finanzamt eine optimierte Steuererklärung zusenden.

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Taxfix erfasst Kurzarbeitergeld über die App in der Kategorie Einkommen. Dort wählen Sie in der Lohnsteuerbescheinigung in Zeile 15 den Punkt Kurzarbeitergeld und tragen Ihre Werte ein. Taxfix bezieht den Betrag anschließend in die Berechnung ein.

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Was ist das Kurzarbeitergeld?

Das Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung, die bei vorübergehendem Arbeitsausfall von der Agentur für Arbeit gezahlt wird. Zweck der Auszahlung ist die Entlastung des Arbeitgebers und die Sicherung der Beschäftigung des Arbeitnehmers. Voraussetzung für die Gewährung von Kurzarbeitergeld ist, dass 10 Prozent der Beschäftigten eines Unternehmens einen Entgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben und dass keine Überstunden und positive Zeitguthaben bestehen (Ausnahmen werden unter anderem bei Saison-Arbeit gemacht).

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Wer zahlt das Kurzarbeitergeld?

Der Arbeitgeber zahlt das Kurzarbeitergeld an den Arbeitnehmer. Dabei geht der Arbeitgeber in Vorleistung. Das gezahlte Kurzarbeitergeld kann sich der Arbeitgeber von der Bundesagentur für Arbeit zurückholen.

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Wie viel Kurzarbeitergeld gibt es?

Die Auszahlung des Kurzarbeitergeldes ist gestaffelt. Normalerweise erhalten Arbeitnehmer die ersten drei Monate 60 Prozent des entgangenen Nettolohns. Arbeitnehmer mit Kind bekommen 67 Prozent. Mit dem vierten Monat der Kurzarbeit steigt der Satz auf 70 Prozent (77 Prozent mit Kind). Der maximale Satz wird mit 80 Prozent ab dem siebten Monat erreicht (mit Kind 87 Prozent). Gedeckelt wird das Kurzarbeitergeld bei einem Brutto-Gehalt von 6.900 Euro (Westen) bzw. 6.450 Euro (Osten). Bitte beachten Sie, dass Sie Kurzarbeit in der Steuererklärung in der Anlage N (Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit) als Lohnersatzleistung angegeben müssen. Auskunft über Bezugsdauer und Höhe einer Lohnersatzleistung gibt die Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers.

Ab wann gibt es wie viel?

Gibt es eine Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung wegen Kurzarbeit?

Ja. Wer Kurzarbeitergeld als Lohnersatzleistung erhalten hat, muss aufgrund des Progressionsvorbehalts eine Steuererklärung für das Steuerjahr machen, in dem das KUG ausgezahlt wurde. Das Kurzarbeitergeld ist steuerfrei und es fallen keine Sozialversicherungsabzüge dafür an. Steuerprogramme wie tax 2023 oder QuickSteuer 2023 zeigen Ihnen schnell, ob die Kombination Ihrer Steuerklasse, des Einkommen und des gewährten Kurzarbeitergelds zu eine Steuernachzahlung führen kann.

Wo wird Kurzarbeit in der Steuererklärung eingetragen?

Alle Angaben für das Kurzarbeitergeld machen Sie in der Anlage N. Geben Sie die Höhe des erhaltenen Kurzarbeitergeldes in Zeile 28 an. Den genauen Betrag finden Sie in der Lohnsteuerbescheinigung in Zeile 15. Nutzen Sie ein Steuerprogramm wie tax 2023, QuickSteuer 2023 oder WISO Steuer 2023, führt sie die Software im Interviewmodus zur entsprechenden Anlage für das Kurzarbeitergeld und andere Lohnersatzleistungen. Das erspart Ihnen langes Suchen.

Wie lange gibt es Kurzarbeitergeld?

Kurzarbeitergeld wird mit Wirkung bis zum 31.12.2022 (Ab Juli 2022 ist die maximale Bezugsdauer auf 12 Monate gedeckelt) von der Bundesagentur für Arbeit gewährt. Bei Unterbrechungen der Kurzarbeit von 3 zusammenhängenden Monaten oder mehr beginnt eine neue Bezugsdauer.

Bekommen Leiharbeiter Kurzarbeitergeld?

Die Auszahlung des Kurzarbeitergeldes wird auch für Leih- oder Zeitarbeiter gewährt. Mit einer Verordnungsänderung im Herbst 2022 gilt das mindestens für den Zeitraum zwischen 30. September bis 31. Dezember 2022.

Werden die Sozialabgaben zusammen mit dem Kurzarbeitergeld erstattet?

Die Übernahme der Sozialabgaben hängt von Bezugszeitraum von KUG ab. Beginnt die Aufnahme der Kurzarbeit zwischen dem 01.01.2022 bis 31.12.2022, übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Hälfte der Sozialabgaben der Arbeitgeberseite bis zum 31.03.2022. Als Gegenleistung müssen Angestellten in Kurzarbeit dafür jedoch Qualifizierungsmaßnahmen angeboten werden. Voraussetzung ist, dass der gewählte Träger und die Maßnahme nach dem SGB III zugelassen sind und die Maßnahme mehr als 120 Stunden dauert oder nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz durchgeführt wird. Die Weiterbildungsmaßnahmen werden dem Arbeitgeber bis zum 31. Juli 2023 in Abhängigkeit der Betriebsgröße pauschal zwischen 15 Prozent und 100 Prozent erstattet. Bei Anmeldung von Kurzarbeit nach dem 01. April 2022 werden keine Sozialversicherungsbeiträge mehr erstattet.

Muss ich Kurzarbeitergeld nachträglich versteuern?

Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei, unterliegt als Lohnersatzleistung jedoch dem Progressionsvorbehalt (§ 32b Einkommensteuergesetz) und erhöht deshalb den Steuersatz für das zu versteuernde Einkommen. Das ausgezahlte Kurzarbeitergeld ist im Lohnkonto einzutragen. Mit der Beendigung eines Dienstverhältnisses oder am Ende des Kalenderjahres ist in der elektronischen Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers das ausgezahlte Kurzarbeitergeld zu bescheinigen. Aktuelle Steuersoftware hilft Ihnen kostengünstig bei der Ermittlung Ihrer Lohnsteuer und liefert Ihnen zudem die betreffenden Anlagen.

Wird mein Minijob / Nebenjob während Kurzarbeit auf die Steuer angerechnet?

Wer sein Kurzarbeitergeld aufstocken will, kann das mit einem Minijob oder einem Nebenjob tun. Überschreitet das regelmäßige Arbeitsentgelt eines Minijobs oder Nebenjobs die Höhe des bisherigen Monatseinkommens nicht, dann zahlt der Minijobber keine Steuern auf die geringfügige Beschäftigung. Sie erhalten aber Kurzarbeitergeld und sind deshalb zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Vor dem 1. Juli 2022 wurde Einkommen aus dem Minijob bei Einhaltung der Vorgaben bis 450 Euro nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Ab dem 1. Juli 2022 wird das Einkommen aus dem Minijob vollständig angerechnet, wenn der Minijob während des Bezugs von Kurzarbeitergeld aufgenommen wurde. In diesem Fall wird das tatsächlich erzielte Entgelt um den Minijob-Verdienst erhöht.

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Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Aktualität sind. Die hier dargestellte Übersicht ersetzt keine fachliche Beratung.