Ratgeber Umsatzsteuervoranmeldung

So geben Sie die Voranmeldung korrekt und fristgerecht ab

So geben Sie die Voranmeldung korrekt und fristgerecht ab2022-09-21T14:09:16+02:00

Umsatzsteuervoranmeldung selber machen

Erfahren Sie, was Sie als Freiberufler, Selbstständiger oder Unternehmer im Zusammenhang mit der Umsatzsteuervoranmeldung beachten müssen. Der Ratgeber gibt Ihnen praktische Tipps dazu, wie Sie die Voranmeldung selbst machen, was hineingehört und welche Fristen wichtig sind.

Sie erhalten Empfehlungen zu nützlichen Programmen von Buhl und Lexware oder Cloud-Software von lexoffice, sevDesk und Sage, die Ihnen die relevanten Formulare für die Umsatzsteuervoranmeldung liefern und Ihnen bei der Berechnung helfen.

Informieren Sie sich im Ratgeber außerdem über den Zweck der Umsatzsteuer sowie die Vorteile der Dauerfristverlängerung oder der Ist-Versteuerung.

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Was ist eine Umsatzsteuervoranmeldung?

Für die Antwort auf die Frage, was eine Umsatzsteuervoranmeldung ist, muss kurz erklärt werden, worum es sich bei der Umsatzsteuer handelt. Die Umsatzsteuer ist eine Abgabe, die in der Regel immer dann anfällt, wenn Waren oder Dienstleistungen gewerblich gegen Geld getauscht werden. Es entstehen also auf einer Seite Einnahmen und auf der anderen Seite Ausgaben. Sie hat darüber hinaus den Charakter einer indirekten gemeinschaftlichen Steuer. Die Finanzierung von Staatsaufgaben deckt sich zu einem großen Teil aus dem Aufkommen der Umsatzsteuer.

Die Umsatzsteuer ist vor allem für Unternehmen, Organisationen und Institutionen bei der Berechnung der Steuerlast von Bedeutung. Lieferungen und Leistungen zwischen Privatpersonen sowie Transaktionen innerhalb eines Unternehmens und Eigenleistungen sind von der Umsatzsteuerpflicht ausgenommen.

Richtlinien zur Umsatzsteuer werden über das Umsatzsteuergesetz geregelt. Die Grundlagen für die Umsatzsteuervoranmeldung sind durch diese Verordnungen vorgegeben.

Bei der Umsatzsteuervoranmeldung leistet das steuerpflichtige Unternehmen vereinfacht dargestellt eine Vorauszahlung der betreffenden Steuer. Unternehmen oder damit beauftragte Dienstleister reichen die Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt ein.

Machen Sie als Unternehmer die Voranmeldung der Umsatzsteuer selbst, begeben Sie sich dafür auf ElsterOnline und tragen die relevanten Angaben in ein dafür vorgesehenes Formular ein. Alternativ entscheiden Sie sich für eine aktuelle Steuersoftware mit Elster-Schnittstelle oder eine Buchhaltungssoftware, die mit einer passenden Funktion ausgestattet ist und mit deren Ausfüllhilfen und Belegverwaltung Sie die Voranmeldung schnell versandfertig erstellen.

Für den Staat hat eine Vorauszahlung der Steuer über eine Umsatzsteuervoranmeldung mehrere Vorteile. Zum einen erhält er seine Steuereinnahmen zu einem früheren Zeitpunkt, wodurch er bei einem positiven Zinsniveau und hohen Gesamteinnahmen die eigene Kreditsituation am Geldmarkt verbessert und zum anderen reduziert er die Gefahr von Steuerausfällen, sollte sich die wirtschaftliche Unternehmenslage über die Dauer eines Jahres negativ entwickeln.

Unternehmen erreichen mit der Umsatzsteuervoranmeldung eine gleichmäßigere Verteilung ihrer Steuerabgaben. Sie müssen nicht alle Steuern auf einmal zahlen, sondern können sie zeitlich über das Jahr hinweg aufbringen. Dadurch lassen sich zum Beispiel Liquiditätsengpässe vermeiden.

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Was muss in die Umsatzsteuervoranmeldung?

Die Höhe der zu leistenden Umsatzsteuer für die Voranmeldung wird vom Steuerzahler selbst berechnet. Beim Ausfüllen des elektronischen UStVA-Formulars müssen Sie die Steuernummer und Informationen über Ihr Unternehmen und das zuständige Finanzamt angeben. Sie legen den Voranmeldezeitraum fest und tragen Ihre steuerpflichtigen Umsätze ein. Darüber hinaus abgefragt werden Vorsteuerbeträge aus Rechnungen von anderen Unternehmen. Einige Punkte im Formular treffen lediglich auf Sonderfälle oder bestimmte Unternehmensformen zu. Diese müssen Sie nur ausfüllen, wenn Sie für Ihre geschäftliche Situation von Gegenstand sind.

Software wie Lexware buchhaltung oder Sage ERP sparen Ihnen für die Umsatzsteuervoranmeldung den Umweg über ElsterOnline (nach der Beantragung und Registrierung des Elster-Zertifikats). Lexware Programme für die Buchhaltung helfen Ihnen über die Elster-Konfiguration bei der Einbindung des Zertifikats, der Plausibilitätsprüfung Ihrer Angaben und der Datenübermittlung direkt aus der Benutzeroberfläche heraus. Sage bietet eine ähnliche Funktionalität. In der Anwendung lässt sich der Zeitraum festlegen und Belege können angefügt und ein Plausibilitätsprüfungsprotokoll erstellt werden.

Wichtiger Hinweis

Bitte beachten Sie, dass der deutsche Staat während der Corona-Pandemie Bedingungen und gesetzliche Voraussetzungen geschaffen hat, um die negativen wirtschaftlichen Folgen von beschlossenen Schutzmaßnahmen für Organisationen, Selbstständige und Unternehmen abzumildern. Nach Prüfung lassen sich dadurch Sondervorauszahlungen bei der Steuer zeitlich begrenzt herabsetzen oder sogar gänzlich erstatteten.

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Wie wird die Umsatzsteuer berechnet?

Die Umsatzsteuer berechnen Freiberufler, Selbstständige und Unternehmer für die Voranmeldung selbst. Als Unterstützung finden sie im Internet zahlreiche Online-Rechner oder professionelle Dienstleister. Einzelunternehmer oder kleine Betriebe nutzen häufig Excel, wenngleich aktuelle Cloud-Anbieter oder moderne Buchhaltungsprogramme dafür die besseren Werkzeuge liefern.

Die Umsatzsteuer im geschäftlichen Kontext muss auf den Rechnungen eines Betriebs oder Dienstleisters ausgewiesen sein. Wichtig ist, dass bei gewerblichen Transaktionen, an denen eine oder mehrere Privatpersonen beteiligt sind, die Bruttopreise angegeben werden.

Wollen Sie zu Ihren Nettopreisen die Umsatzsteuer hinzurechnen, sind je nach Art der Ware oder Dienstleistung unterschiedliche Steuersätze vorgesehen. Diese reichen von 7 bis 19 Prozent Umsatzsteuer. 7 Prozent Umsatzsteuer gelten unter anderem für Grundnahrungsmittel oder Bücher. Einige Dienstleistungen sind darüber hinaus von der Umsatzsteuer befreit. Informationen zu den jeweiligen Steuersätzen finden sich im Umsatzsteuergesetz.

Im elektronischen UstVA-Formular, das Ihnen Ihre kaufmännische Software, ElsterOnline oder eine Anwendung wie WISO Steuer-Web bereitstellen, tragen Sie die Nettobeträge unter Angabe des Voranmeldungszeitraums im passenden Feld für steuerpflichtige Umsätze zum Steuersatz von 19 % oder für steuerpflichtige Umsätze zum Steuersatz von 7 % ein. Wollen Sie Ihre eigenen Ausgaben in der Umsatzsteuervoranmeldung eintragen, finden Sie dafür im Formular einen Bereich für die abziehbaren Vorsteuerbeträge. Weiterhin angeben lassen sich im UstVA-Formular steuerfreie Umsätze mit Steuervorabzug, innergemeinschaftliche Erwerbe und ergänzende Angaben zu Umsätzen.

Soll-Versteuerung

  • Standard bei Buchführungs- und Bilanzierungspflicht

  • Besteuerung bezieht sich auf Rechnungsdatum

  • Bei Vorjahresumsatz von mehr als 600.000 EUR

Ist-Versteuerung

  • Beugt Zahlungsengpässen vor
  • Erleichtert Buchhaltung
  • Geeignet für Gründer & Kleinunternehmer
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Wer muss eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben?

Mit der Voranmeldung müssen sich in der Regel alle Gewerbetreibenden auseinandersetzen, die umsatzsteuerpflichtig sind. Einige Wirtschaftszweige und Berufe, darunter Ärzte und Versicherungsvertreter, können sich nach dem Umsatzsteuergesetz auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen. Einzelunternehmen und Betriebe, die von der Kleinunternehmerregelung profitieren, brauchen sich ebenfalls nicht mit der Umsatzsteuervoranmeldung zu beschäftigen. In diesem Fall sollte der Umsatz Ihres Unternehmens mit den darauf entfallenen Steuern im vorangegangenen Kalenderjahr 22.000 Euro und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro nicht übersteigen. Entscheiden Sie sich gegen die Umsatzsteuervoranmeldung, entfallen jedoch auch alle Vorteile eines Vorsteuerabzugs.

Beachten Sie, dass Sie beim Finanzamt eine Umsatzsteuernummer beantragen müssen, wenn Sie ein Gewerbe aufnehmen wollen. Den Antrag stellen Sie entweder direkt bei der zuständigen Behörde oder online. Für den Antrag im Internet geben Sie die Adresse Ihres Finanzamt, die Steuernummer des Unternehmens, die Rechtsform des Unternehmens sowie den Namen und das Geburtsdatum des verantwortlichen Geschäftsführers beziehungsweise die Anschrift des Unternehmens an. Mit dem Erhalt der Umsatzsteuernummer muss diese auf allen künftigen Rechnungen, die Ihr Unternehmen ausstellt, ausgewiesen werden. Fällt Ihr Geschäft unter die Kleinunternehmerregelung, sind Ihre Transaktionen umsatzsteuerbefreit. Betreiben Sie Handel außerhalb der Grenzen Deutschlands und innerhalb der Europäischen Union, ist jedoch die Angabe einer Umsatzsteuer-ID notwendig.

Umsatzsteuerbefreit

  • Versicherungsgeschäfte

  • Medizinische Dienste
  • Heilbehandlungen

  • Pflegetätigkeiten

  • Krankentransporte

  • Grundstücksveräußerungen

  • Kreditvermittlungen
  • Luft- und Seeschifffahrt

  • Schul- und Bildungsberufe

  • Innergemeinschaftliche Lieferungen

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Welche Fristen sind bei Umsatzsteuervoranmeldung wichtig?

Die Umsatzsteuervoranmeldung kann nur online beim Finanzamt eingereicht werden – entweder über ElsterOnline oder die entsprechende Datenschnittstelle eines Buchhaltungsprogrammes, einer Steuersoftware oder eines webbasierten Dienstes. Für die Beantragung einer Ausnahme wenden Sie sich direkt an die Behörden.

Die Umsatzsteuervoranmeldung geben Sie entweder monatlich oder vierteljährlich (also einmal im Quartal) ab. Der Stichtag für den Eingang bei monatlicher Abgabe ist der 10. Tag des Folgemonats, in dem die Steuer anfällt. Der Stichtag für den Eingang bei vierteljährlicher Abgabe ist der 10. Tag nach dem Quartal, in dem die Steuer anfällt.

Startups und Existenzgründer sind verpflichtet, die Umsatzsteuervoranmeldung jeden Monat für die Dauer von zwei Kalenderjahren einzureichen, wenn sich die Kleinunternehmerregelung nicht anwenden lässt und ihre Steuerschuld 1.000 Euro im Monat übersteigt. Dieser Turnus wird nach zwei Jahren beibehalten, wenn die Steuerlast bei über 7.500 Euro im Monat liegt.

Gewerbetreibende und Unternehmen mit einer monatlichen Steuerschuld unter 7.500 Euro (und über 1.000 Euro) müssen die Voranmeldung der Umsatzsteuer nach zwei Jahren nur noch vierteljährlich abgeben, wenn das Finanzamt schriftlich zustimmt.

Nahen die Stichtage zu schnell heran, dann bleibt Ihnen die Möglichkeit, eine Dauerfristverlängerung zu beantragen. Durch Sie wird Ihnen für einen Aufschub für die Umsatzsteuervorauszahlung von jeweils einem Monat gewährt. Ein Programm wie Lexware buchhaltung nutzt die bereits erfassten Daten und füllt das elektronische Formular für die Dauerfristverlängerung automatisch für Sie aus. Ein weiterer Pluspunkt der Dauerfristverlängerung ist, dass sie unbegrenzt gültig bleibt. Damit verschaffen Sie sich für jeden weiteren Stichtag ein zusätzliches Zeitpolster.

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Bitte beachten Sie, dass alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Aktualität sind. Die hier dargestellte Übersicht ersetzt keine fachliche Beratung.